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WORTE 2010 |
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Erotik des Alltags
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Erotik des Alltags
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Auf der Jagd nach immer neuen Sensationen verpassen wir oft die Erotik des Alltags…
Das erste Licht des frühen Morgens kitzelt und küsst mich zart in den Tag. Und der warme Geschmack frischen Kaffees, verfeinert mit Milch und Zucker verteilt sich im Mund und liebkost ihn.
Die frische Luft des neuen Tages, als ich beschwingt aus dem Haus trete dann, umhüllt mich bedingungslos mit ihrer Liebe, streichelt meine Wangen und meine Hände und küsst mich von Kopf bis Fuß.
Und das rollende Vibrieren der Straßenbahn, auf meiner Fahrt in die Stadt, massiert meine Ohrmuscheln und lässt meinen Körper ekstatisch erschauern und zittern.
So berühren und verwöhnen mich überall, wo auch immer ich gehe, stehe, sitze oder liege, die verschiedensten sinnlichen Wunder des einfachen Lebens.
Und am späten Abend im weichen Bette lasse ich meine flauschige Decke sich eng und warm an mich schmiegen, meinen nackten Körper umarmen und mich sanft in den Schlaf wiegen.
In der Offenheit für alles, was ist und geschieht verschmelzen wir überall mit der Erotik des Alltags…
( IV - 2010 )
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